Die Technik schreitet immer weiter voran; Filme, in denen wir den Schauspieler an sich gar nicht mehr zu sehen bekommen, und stattdessen computergenerierte Darstellungen, sind keine Fantasien mehr.


CGI
Effekte aus dem Computer werden immer besser, intensiver, flüssiger, beeindruckender, realistischer und, vor allem, billiger. Jede SF-Fernsehserie setzt heute auf Computer zum Generieren der Weltraumszenen. Star Wars - Episode II wurde komplett digital gefilmt, dadurch sind die computergenerierten Bilder (computer generated images, CGI) noch leichter in den späteren, finalen Film zu implementieren. Alles schön und gut, aber die Frage lautet: Wollen wir das?

Gibt es den "digitalen Schauspieler"?
Dieses Wort geistert schon eine Weile in den Köpfen der Kinofans herum, "digitaler Schauspieler". Wenn man sich vor Augen hält, was alles in Star Wars Episode II in einer CPU seinen Ursprung hatte, könnte man die Befürchtung haben, es könnten bald unsere geliebten Schauspieler von im Rechner produzierten Kreaturen ersetzt werden; dank der immer realer erscheinenden Bewegungen, Gesten, Mimiken - also die Animationstechnik - und der nötigen grafischen Möglichkeiten - sprich das Aussehen der Figuren, also die Texturen, die dieser Figur ihre Oberfläche gibt (damit die "Dinger" auch real wirken). Jedoch fehlt es der KI-Person an Talent. So begründet George Lucas seine Gelassenheit in Bezug auf diese befürchtete Revolution - die er mitauslöste - mit der Tatsache, dass jeder einzelne Satz erst von einem echten Menschen gesprochen und dann das Gesicht des digi actors noch genau den Wörtern angepaßt werden muss. Aber wie lange noch? Bald werden Programme entwickelt werden, die dies automatisch tun. Der Final Fantasy Film hat schon beeindruckende Ergebnisse gezeigt.

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UPDATE: Januar 2004
Nun haben wir die Lord of the Rings-Trilogie, Hulk und andere Filme mit digi actors hinter uns. "Gollum hat den Oscar verdient" tönt es aus Cineastenkreisen. Und wirklich: Was die Firma WETA, in Zusammenarbeit mit dem Schauspieler ANDY SERKIS, geschaffen hat ist atemberaubend. Jedoch nur in der Hinsicht, dass die Figur Gollum wirklich sehr realistisch wirkt. Dieses wird auch durch geniale CGI erreicht. Aber vor allem dadurch, dass Gollum als Charakter behandelt wurde, nicht nur als eine kleine, witzige Randfigur, wie Jar Jar Bings in Star Wars.

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Wollen wir kunterbunte, unrealistische Bilder auf der Leinwand?
Lord of the Rings hat ebenfalls eine Menge CGIs. Jedoch haben die Designer darauf geachtet, die Realitätsähnlichkeit nicht zu verlieren. Man merkt kaum, was aus dem PC stammt. Wieso hat Lucas sich dafür entschieden eine virtuell anmutende Welt zu erschaffen? Die Unfähigkeit von ILM eine real aussehende Landschaft zu kreieren kann es nicht sein. Man wird das Gefühl nicht los, sich ein Videospiel anzusehen. Im neuesten Bond Abenteuer, "Die Another Day", wird ebenfalls auf unecht wirkende CGI gesetzt. Wenn Filme den Ruf "SFX-Spektakel" haben, und Millionen für eben diese ausgegeben werden, wieso sind dann häufig die Ergebnisse erschreckend schlecht?

Wie geht es weiter?
Kommt auf uns eine Welle von "Videospiel-Zwischensequenzen" zu? Star Wars III wird mit Sicherheit noch mehr Computereffekte beinhalten. Filme wie Hulk, in dem der Hauptdarsteller per PC generiert wird, kommen en masse. Hoffentlich werden sich nicht nur die Effektschmieden gewaltig verbessern, sondern vor allem auch die Drehbuchschreiber und Regisseure. Denn die sind es, die dem digi actor das Leben einhauchen sollten!


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