Grad im Fernsehen rumgezappt, auf Pro7 die Wiederholung von Futurama erwischt; erste Folge. Farnsworth bietet Fry, Leela und Bender an, die neue Raumschiffcrew zu werden. Nachdem der Einwand mit den Karrierechips beseitigt ist, sagt Fry mit begeisterter Mine: „Das ist ja schrecklich. Wir fliegen durchs Weltall, kämpfen gegen Monster und bringen außerirdischen Frauen die Liebe bei.“ Nur: Warum sollte Fry das schrecklich finden? Und auch noch bei dem fröhlichen Gesichtsausdruck?


Na gut, denk ich mir, vielleicht hab ich mich verhört. Also flugs die DVD rausgeholt, zur entsprechenden Stelle gesprungen, aber auch dort keine Besserung. „Das ist ja schrecklich.“ Trotz besseren Wissens wechsle ich also die Tonspur auf englisch, und natürlich: „This is awesome“, sagt Fry! Awesome! Ehrfurchtgebietend, wie der PONS meint. Logisch.

Wie kann es sein, dass ein professioneller Übersetzer – und man hofft ja, das so jemand mit der Übertragung der Folgen ins Deutsche betraut ist – den Unterschied zwischen awesome und awful nicht kennt? Einen Unterschied, den man bereits in der Grundschule lernt? Und warum, wäre man geneigt zu fragen, fällt zumindest niemand in der Übersetzungsabteilung auf, dass Frys Aussage „Das ist ja schrecklich“ nicht im Geringsten zu den folgenden Sätzen passt? Doch hat man die Hoffnung in Wirklichkeit ja schon längst aufgegeben, dass sich irgendjemand bei der Synchronfirma um die Qualität der Übersetzung schert.

Was läuft nur falsch in diesem Land?


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