BLAME!; diese Mangaserie aus der Feder des Zeichners Tsutomu Nihei ist mit Abstand das Ungewöhnlichste, das mir in letzter Zeit in die Finger geraten ist.


Das fängt an beim Zeichenstil und hört auf beim Aufbau der Erzählung, die ein wenig an ein Westernszenario in futuristischem Ambiente erinnert.
Ein einsamer Cowboy, der durch die Prairie zieht (in diesem Falle ein unterirdisches Cyber-Labyrinth), um zielstrebig eine Aufgabe zu erfüllen, von der dem Leser im ersten Band noch nicht viel verraten wird. Überhaupt wird im gesamten Manga nicht viel geredet. Die Konversationen beschränken sich sehr auf das wesentliche, ob nun mit Freund oder Feind. Vielmehr legt der Autor der Geschichte Wert darauf, seine Bilder sprechen zu lassen. Dabei fällt ein Kontrast sehr stark ins Auge:
Das ganze Ambiente ist insgesamt sehr dunkel dargestellt, aber während die Zeichnungen der Charaktere relativ schlicht gehalten sind, sind die technischen Zeichnungen und biomechanischen Monster, denen der Protagonist Killy immer wieder begegnet, sehr viel detailverliebter gestaltet.
Die Geschichte wird in einzelnen Episoden erzählt, in denen Killy allgemein versucht, vom Untergrund an die Oberfläche zu gelangen, auf seinem Weg aber immer wieder verschiedenen Gestalten begegnet, denen er entweder kurzzeitig aushelfen oder die er aus dem Weg räumen muss. Genaueres über das Warum ist, wie oben erwähnt, noch nicht zu erfahren. Nur, dass es offenbar einen Konflikt zwischen den biomechanischen Kreaturen (sogenannte Siliziumwesen), den menschlichen Bewohnern dieses unterirdischen Labyrinths und den nur am Rande erwähnten Regierungstruppen gibt.
Alles in allem macht dieser Manga neugierig auf eine Fortsetzung, und ich kann jedem, der auf Action und düstere Zukunftsszenarien steht nur empfehlen, mal einen Blick zu riskieren.


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