„Und auch wenn Du der letzte Mann auf Erden wärst! Ich würde niemals mit Dir …“
Für Yorick Brown bekommt dieser Satz eine ganz neue Bedeutung, denn er ist tatsächlich der letzte Mann auf der Welt!



Yorick Brown, arbeitsloser Hobby-Entfesselungskünstler aus New York, telefoniert gerade mit seiner australienurlaubenden Freundin um ihr einen Heiratsantrag zu machen, als die Verbindung unterbrochen wird. Dies liegt aber nicht etwa an einem altersschwachen Satelliten oder einer schlecht gelöteten Leitung, sondern ist Begleiterscheinung eines viel grundlegenderen Ereignisses: Alle Männer sind tot. Von einem auf den anderen Augenblick stirbt jedes Säugetier mit einem Y-Chromosom, egal ob Mensch, Elefant oder Hund, ob Greis, Kind oder Fötus. Bis auf Yorick. Und seinen Affen, Ampersand. Warum gerade sie überlebt haben, möchte Yorick natürlich herausfinden. Was er bei seiner Suche nach Antworten, weiblichen Familienmitgliedern und seiner Freundin alles erlebt, lässt sich nun monatlich nachlesen, in „Y – The Last Man“, dem jüngsten Kracher aus dem Hause Vertigo.

Erdacht wurde die Serie von Brian K. Vaughan und Pia Guerra, wobei ersterer schreibt und letztere zeichnet, während José Marzán, Jr. tuscht.
Die Vorliebe von Vaughan und Guerra für ausgefallene Namen erschöpft sich dabei nicht mit den letzten beiden lebenden männlichen Wesen, sondern erstreckt sich auch auf Yoricks Schwester Hero, die mysteriöse Dr. Mann, Regierungsagentin 355 oder eine israelische Soldatin mit dem Spitznamen Alter. Hieran zeigt sich auch schon, dass die Geschichte eine ganze Menge Charaktere und Handlungsstränge vorweisen kann.

Angereichert sind die teils skurrilen, teils ernsten, aber niemals langweiligen Erlebnisse Yoricks und seiner späteren Begleiter mit jeder Menge Pop-Kultur-Referenzen und Yoricks oftmals vorlauten Kommentaren. Interessant dargestellt sind auch die vielen kleinen und großen sozialen Veränderungen, die sich durch das Ableben aller Männer ergeben, sowie die praktischen und psychischen Probleme der Überlebenden. Vor allem sind die Geschichten jedoch eins: verdammt spannend! Dass jede Ausgabe mit einem Cliffhanger endet, ist der Vorfreude auf den nächsten Monat natürlich auch nicht abträglich.
Die Zeichnungen Guerras verleihen dem ganzen dabei mit ihrer Schlichtheit einen angenehm realistischen Anstrich.

Während sich einzelne Story-Bögen meist über fünf Ausgaben erstrecken, schreibt doch jedes Heft die allgemeine Geschichte weiter, Neueinsteigern wirds dadurch aber nicht zu schwer gemacht.
Fazit: LESEN!


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