Musik und Filme wann man will, wo man will, und das legal.


Die Kommunikationstechnik ist unaufhaltsam dabei uns alle zu vernetzen. Dies ist die eigentliche Grundidee, klar. Aber die Ausmaße prägen sich erst seit kurzem in das Bewusstsein der Menschen. Man halte sich die Entwicklung mal vor Augen: Noch vor nicht einmal zehn Jahren war das Internet zwar in aller Munde, jedoch voll ausnutzen tat es kaum jemand. Die Internetanbindungen waren langsam, das Wissen der Nutzer war beschränkt auf Grundkenntnisse und das Angebot der Dienste im Netz meist auf das Lesen und Schreiben. Heute sehen wir Filme über das Internet, haben auf dem Handy unsere YouTube-Favoriten und führen Videogespräche mit Bekannten aus den USA und China - und all das gleichzeitig.

Nun haben wir die technischen Mittel um die Vorteile der globalen Vernetzung wirklich zu nutzen und müssen nicht nur davon schwärmen wie es mal sein wird. Sicher, durch höhere Bandbreiten wird sich auch in Zukunft vieles tun, aber jetzt ist der Zeitpunkt in dem wir endlich vom nächsten Schritt reden können, dem Web 2.0 oder anders gesagt: Die nächste Generation.

Eine Internet-Bandbreite von 16 Megabit pro Sekunde ist heute für jedermann für einen guten Preis zu haben. Einen PC/Laptop besitzen die meisten hierzulande. Im Moment ist der Umschwung vom Datenträger (CD, DVD, Blu-Ray usw.) hin zum Download in den Startlöchern und wird sich recht schnell vollziehen. Schnell im Sinne des bisherigen Entwicklungszykluses. Sony hat vor Kurzem erst ihre Überlegungen kundgetan nach dem Blu-Ray-Format keine Datenträger zu verwenden und auf Downloads und Streams zu setzen. Ob das realistisch ist, bleibt abzuwarten; immerhin könnte sich die Blu-Ray-Disc ja noch an die 10 Jahre halten. Dann wäre es durchaus denkbar, dass sich die breite Masse dem Web als Quelle all ihrer Medien bedient.

So seltsam es für den ein oder anderen klingen mag: Man ist den illegalen Machenschaften von Filmsaugern und Musikkopierern dann doch zu Dank verpflichtet, wenn auch nur einem kleinen. Ohne sie wären Konzerne und Gesetzgeber nicht so schnell an solche Ideen wie die von Sony herangetreten und auf die neuen Bedingungen eingegangen. Dank der Angst der Konzerne um ihren Umsatz und ihrer späten Einsicht ist nun ein frischer Atem zu spüren. Die Industrie erkannte den Markt des Internetvertriebs und machte sich prompt daran ihre Produkte online zu vermarkten, anzubieten. Musikstücke sind nun gegen Geld, legal, herunterzuladen, Filme und Serien ebenso.

Man muss dabei Bedenken, wie ich schon erwähnte, dass die breite Masse der Menschheit sich momentan nicht wirklich all der Möglichkeiten des jetzigen Internets bedient; nicht bedienen möchte, oder kann.
Leute älteren Jahrgangs neigen eher zu einer PC-Technik-Phobie, sie werden nur schwer oder gar nicht an das "Sony-System" heranzuführen sein. Es bleibt abzuwarten wie die sogenannte Internet-Generation, die digital natives, darauf reagiert; wer mit einem Computer als selbstverständlichen Haushaltsgegenstand aufwuchs ist sicherlich geneigter und interessierter.
Aus der Warte eines in Deutschland lebenden Menschen scheint es eine Selbstverständlichkeit zu sein, einen Anschluss an das Internet zu haben. Aber lediglich ein Drittel hat tatsächlich einen Zugang.


Submit to DeliciousSubmit to DiggSubmit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to StumbleuponSubmit to TechnoratiSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn
  • Keine Kommentare gefunden
Kommentar hinzufügen